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..... aber wohin?
Hier möchte ich versuchen Ihnen ein wenig "Erste Hilfe" zu leisten. Wenn Sie gerade erst erfahren haben, daß das Problem Droge auch Sie betrifft, gibt es natürlich viele Fragen. Mir wurde von einer Besucherin gesagt, ich hätte eine negative Grundeinstellung und würde nur die Schattenseiten sehen. Ich kann Ihnen versichern, daß dies nicht der Fall ist,sonst wäre diese Seite niemals entstanden. Ich habe immer die Hoffnung, daß alles wieder gut wird und man nur noch einen "bösen" Traum in der Erinnerung behält. Ich habe aber ganz bewusst auch aufgezeigt, daß man nicht glauben darf: Entgiftung, Entzug, Therapie und alles ist in Butter. So einfach ist es nun mal nicht. Aber nun zum Thema:
Zunächst ist da wohl erst mal ein tiefes schwarzes Loch!
Suchen Sie so schnell als möglich eine Vertrauensperson auf, der Sie alles erzählen können. Das lindert meist den ersten Schock. Trauen Sie sich eine Beratungsstelle aufzusuchen oder mit einer Selbsthilfegruppe in Kontakt zu treten. Diese Einrichtungen sind auch für die Angehörigen da. Informieren Sie sich gründlich über das Thema Drogen und seine Begleiterscheinungen, so bleibt Ihnen doch einiges zwar nicht erspart, aber Sie können besser damit umgehen.
Suchen Sie das Gespräch mit dem Abhängigen und lassen Sie ihn nicht hängen. Machen Sie, wenn möglich keine Vorwürfe, sondern probieren Sie denjenigen aufzufangen. Es wird Sie viel Kraft kosten, darum nehmen Sie jede Unterstützung an die Sie kriegen können.
Setzen Sie sich mit den Ämtern in Verbindung, wenn dies nötig sein sollte. Nehmen Sie aber dem Abhängigen nicht alles aus der Hand, denn er muss selbst seine Anträge oder was auch immer stellen. Aber Sie können ihn unterstützen indem Sie ihn z.B. begleiten, oder Termine machen usw.
Was die Abläufe von Entgiftung und Therapie angeht habe ich ein paar Beispiele in den anderen Sektionen. Therapien sind unterschiedlich lang, zwischen 3 und 6 Monaten, oder länger. Jede Einrichtung hat ihre eigenen Regeln was Besuch und Kontakt angeht. Das geht vom telefonieren und schreiben bis hin zum Besuch. Dies gilt auch für die Entgiftung die meist in einer Klinik stattfindet. In der Regel dauert sie zwischen 3 und 4 Wochen, manchmal auch weniger. Bei einigen Therapieeinrichtungen gibt es Kontaktsperren von meistens 3 Wochen, andere verzichten darauf. Sollte aus irgendeinem Grund ein Substituitionsprogramm gestartet werden mit Methadon oder ähnlichem muss Ihnen klar sein, daß auch dies eine Abhängigkeit hervorruft und auch hier irgendwann ein Entzug stattfinden wird. Bei allem immer vorausgesetzt der Abhängige möchte dies auch alles. Zwingen können Sie ihn nicht und erpressen sollten Sie ihn auch nicht.
Er hat genug damit zu tun sich mit seiner Sucht auseinanderzusetzen und empfindet es oft als Befreiung wenn er weiss, daß er jetzt nichts mehr verheimlichen muss. Natürlich bleibt einem sowas nicht in den Klamotten stecken, also vergessen Sie über dem Ganzen nicht sich selbst, sonst machen Sie eher schlapp als Sie denken. Eine Drogenkarriere endet selten so schnell wie man möchte und jeder muss hart an sich arbeiten. Sie genauso wie der Abhängige. Rückschläge sind häufig,aber nicht die Regel. Ein wenig Enthusiasmus ist sicher nicht verkehrt, sollte aber doch was daneben gehen, seien Sie nicht zu enttäuscht. Neues Spiel,neues Glück.
Gehen Sie aber nicht mit Ihren Kräften hausieren und gönnen Sie sich auch mal eine Auszeit in Form von Ruhe und Entspannung. Lassen Sie sich nicht zu Entscheidungen drängen die Sie eigentlich gar nicht wollen. Vertreten Sie Ihre Ansichten und lernen Sie auch mal nein zu sagen. Sollten Sie irgendwelche konkreten Fragen haben dann fragen Sie. Entweder per Mail, besser noch im Forum. Und haben Sie keine Angst vor dem was auf Sie zukommt, Sie können es nicht ändern oder verhindern aber Sie können lernen damit umzugehen.Über Aussehen, Wirkungsweise, Verhalten des Süchtigen und Nachweisbarkeit möchte ich hier nicht eingehen. Diese Informationen finden Sie in meinen Links unter anderem bei Druginfopool.de
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