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29.01.2005

 

Es sind nun gut wieder drei Monate ins Land gegangen.

V. war zwischenzeitlich mehrere Male im Krankenhaus wegen ihres Rückens. Zuletzt ist sie vor ein paar Tagen entlassen worden und hat nun endlich einen festen Termin Mitte Februar zur zweiten OP. Die Schmerzen sind kaum noch erträglich und selbst sitzen fällt ihr schwer. Es wird also allerhöchste Zeit, daß endlich was gemacht wird. Sie war mit ihrem Betreuer sage und schreibe 5 mal mit Sack und Pack in der Klinik bis sie endlich aufgenommen wurde. Armes Deutschland, kann ich da nur sagen. Biste nix, kriegste nix.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Sie ist nach wie vor im Methadonprogramm, allerdings bei einer anderen Vergabestelle. Eine Sache sollte ich allerdings noch erwähnen.........ihr Ex wurde am Sonntag in seine Heimat abgeschoben. V. ist natürlich völlig fertig....hat er sich doch sooooo zu seinem Vorteil geändert. Ich sage dazu nichts und denke mir meinen Teil. Jetzt will sie nach der OP wenn alles vorbei und gut gelaufen ist zu ihm reisen. Nun wir werden sehen. Ich kann nur hoffen, daß sie sich das nochmals überlegt.

 

17.03.2005

 

Die Operationen sind beide relativ gut verlaufen (ja,ja.....es wurde noch 2 mal operiert) laut Aussage der Ärzte. Schmerzen hat sie aber immer noch in einem Bein, weil da der Nerv angekratzt wurde bei der OP. Das Methadon ist im Krankenhaus so hoch dosiert worden, daß sie jetzt erhebliche Probleme damit hat. Ausserdem bekam sie dort zusätzlich für die Nacht noch einen Morphinsaft. Bei der Substitutionsstelle hat man nicht mitbekommen, daß V. im Krankenhaus auf Polamidon gesetzt war, welches doppelt so stark ist. Nach der Entlassung bekam sie natürlich wieder das billigere Methadon, aber mit der gleichen Millilitermenge. V. war daraufhin 3 Tage schwer auf Turkey und erst ein Zusammenbruch bei der Vergabe und der eintreffende Notarzt klärten dann den Irrtum auf nach Rückfrage beim Krankenhaus.

Sie hatte dem substituierenden Arzt schon nach dem ersten Tag gesagt, daß etwas mit der Dosierung nicht stimmen könne. Dies wurde natürlich mit einem Schulterzucken abgetan........dieser Arzt ist wirklich das Allerletzte. Ist ja nicht das erste mal, daß er ernsthafte Probleme nicht erkennt bzw. nicht erkennen will. Und nun vor 10 Minuten ein Anruf von ihr............V. hat Knochentuberkulose. Was das im Einzelnen heisst und bedeutet weiss ich noch nicht. Wir sind beide fix und alle. Ich hatte schon nach der ersten OP das Gefühl, daß da mehr dahinter steckt und gebetet, daß ich mich irren möge. Und nun die Gewissheit und ich frage mich zum 1000sten Mal.......warum sie?

 

10.05.2005

 

Wie schon berichtet steht nun auch noch das Problem der neuen Krankheit an. Erst mal soweit schlau gemacht sieht es wohl so aus, daß V. 4 verschiedene Antbiotika benötigt über einen Zeitraum von 8 Monaten. Dafür wurde ihr eine Arztpraxis genannt wo sie hingehen soll. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hat sie es bis jetzt nicht geregelt bekommen da zu einem Termin anzutanzen. Das heisst, sie ist seit exakt 2 Monaten aus dem Krankenhaus raus und immer noch ohne Behandlung. Und die Tuberkulose frisst munter weiter an ihren Knochen. Ich bin eigentlich nur noch fassungslos über soviel Nachlässigkeit.

Den Strom wird man ihr wohl auch dieser Tage abklemmen wegen Nichtzahlung des monatlichen Abschlags. Ich kann nur noch den Kopf schütteln. Sie kriegt nichts was wirklich wichtig wäre geregelt, Schuld sind natürlich immer die anderen. Ich rede und rede, aber ich könnte genauso gut mit einer Wand reden. Es kann doch nicht sein, daß man sie wie ein kleines Kind an die Hand nehmen und überall hinschleppen muß. Es kotzt mich einfach nur noch an.

Wenigstens kann sie mittlerweile etwas besser laufen und ihr Gang ist nicht mehr der eines verkrüppelten Affen. Ich warte eigentlich nur wieder auf den nächsten Knall wo sie entweder wieder in ein Krankenhaus muß oder sonst wieder irgendwas passiert. Manchmal habe ich keine Kraft mehr denn ich habe selbst genug anderes am Hals. Mittlerweile arbeitslos und Hartz IV weiß ich selber nicht wie es weitergehen soll. Dann noch ein Teenager im Haus der kurz vorm Schulabschluss steht mit sauschlechten Noten und natürlich ohne Aussicht auf eine Lehrstelle. Und selber mit bald 50 keine Perspektive für´s Berufsleben. Am liebsten würde ich manchmal weglaufen auf Nimmerwiedersehen...........