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11.02.2006

 

Was so viel versprechend angefangen hatte, löst sich schon wieder mehr und mehr auf. Das möblierte Zimmer wurde ihr gekündigt (angeblich wegen Eigenbedarfs), wohl eher aber weil sie es nicht in Ordnung hält.

Ihr Regelsatz ist regelmäßig schon am 10.ten eines Monats aufgebraucht, ohne es zu schaffen sich davon eine Monatskarte zu kaufen. Resultat: beim Schwarzfahren erwischt.
Die Kontakte die sie hat sind ausschließlich Kontakte in die Szene, normale Leute kennt sie gar nicht. Nun soll sie am Montag in eine WG ziehen für Substituierte. Mal sehen wie lange das gut tut. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass meine Tochter absolut sozialunfähig ist. Was sie erledigen soll macht sie nicht oder erst dann wenn es eng wird.

Ich dachte immer, wenn sie mal die Hilfe bekommt welche sie momentan tatsächlich hat, dann wird alles besser. Aber je mehr man ihr hilft, desto mehr lässt sie sich hängen. Und das kann es ja nicht sein. Zum ersten Mal habe ich ja laufende Rückmeldungen der „helfenden“ Seite und was ich da zu hören bekomme, entsetzt mich. Nicht die anderen sind die „Bösen“, sie selber kriegt es einfach nicht auf die Reihe sich entsprechend einzufügen. Sie eckt überall an, selbst bei ihren Kumpels weil sie sich wohl durchpumpt und durchschnorrt.
Ich glaube auch nicht, dass sich die Betreuung ihr Verhalten lange mit anschaut.
Ich sehe sie schon wieder ohne Sack und Pack hier in Frankfurt, obdachlos und genauso weit wie vor 2 Jahren. Die Wohnung in F. ist noch immer nicht geräumt, aber der Vermieter hat zwischenzeitlich wohl fristlos gekündigt.
Ich gebe ihr maximal 4 Wochen in der WG………….

 

4.04.2006

 

Wider Erwarten ist meine Tochter noch immer in der WG und es scheint ihr gut zu gehen. Es war wohl doch die richtige Entscheidung Frankfurt den Rücken zu kehren. Leider kann ich nicht berichten was sie so tut, denn sie hat mir von ihrer Betreuerin ausrichten lassen die nächsten Monate keinen Kontakt zu mir haben zu wollen. Nun gut.......wenn es Ihrer Selbstfindung dient, dann möchte ich ihr nicht im Wege stehen. Sicher schmerzt das etwas, aber ich werde auch das überleben. Seit langer Zeit kann ich mal wieder ruhig schlafen, auch wenn mein erster und mein letzter Gedanke täglich ihr gilt.

Bald ist Ostern und ich werde ihr doch ein Osterpäckchen schicken. Wenn sie es nicht aufmachen möchte, kann sie es ja aufheben bis ihr danach ist.

 

24.04.2006

 

Eigentlich hätte ich mir den Eintrag vom 04.04 sparen können.Also Sonntag vor einer Woche ist meine Jüngere mit ihrem Freund bei einem Basketballspiel in der Ballsporthalle Höchst gewesen.
Als sie auf dem RĂĽckweg an der S-Bahnhaltestelle gewartet haben, wer glaubt ihr stand dort auf dem Bahnsteig Richtung Hauptbahnhof?


V.!!!!!!!

Wie klein doch die Welt ist.Sie hatte am 6.4. ohne Absprache 50 Euro vom Konto geholt, das hat mich schon stutzig gemacht. Da ich aber von meiner Kontaktperson in Paderborn nichts gehört hatte, dachte ich nach wie vor es sei alles in Ordnung. Ich hätte es besser wissen sollen. Sie ist natürlich dort auch rausgeflogen, angeblich wieder mal wegen einem Bier. Aber das erzählt sie ja jedes Mal. Sie hat ihre Schwester darum gebeten mir nichts zu erzählen, hat sie natürlich doch getan. War auch gut so.

Ich hätte mir in den Hintern gebissen wenn ich im Dezember tatsächlich ihre Wohnung geräumt hätte.Gemeldet hat sie sich bisher nicht bei mir (Gott sei Dank) und ich werde mich hüten sie anzurufen.